Mobiles Internet in Japan, Grafik

Mobiles Internet in Japan

Mobiles Internet in Japan

SIM Karte, Pocket Wifi oder WLAN Hotspots?

Ein Urlaub in Japan ist heutzutage ohne allzu viel Planung auf eigene Faust möglich. Alles was Du brauchst sind eine Handvoll praktische Apps für Deine Japan Reise – und natürlich eine stabile Internetverbindung. In diesem Artikel erfährst Du die drei besten Möglichkeiten mobiles Internet in Japan zu nutzen.

Japan ist bekannt für technologischen Fortschritt, angefangen von den futuristischen Toiletten bis hin zu High-Tech-Robotern. Natürlich denkt man im gleichen Zug an ein perfekt ausgebautes gratis WLAN-Netz, wie es in manch anderen Länder bereits Standard ist. Tatsächlich hat das Land der aufgehenden Sonne aber in diesem Punkt noch ein wenig nachzurüsten. Nicht falsch verstehen, das Internet in Japan ist selbst an den entlegensten Winkel des Landes extrem schnell und gut. Für Touristen ist die Verbindung zu diesem Netz aber nicht immer uneingeschränkt möglich.

Die drei besten Möglichkeiten an mobiles Internet in Japan zu kommen sind (1) öffentliche HotSpots, (2) eine Japanische SIM Karte oder (3) ein mobiles Pocket WIFI. Im folgenden erkläre ich Dir was das jeweils ist, wie Du die Möglichkeit nutzt und welche empfehlenswerten Anbieter es gibt. 

Mobiles Internet in Japan, Optionen, Übersicht

Öffentliches WLAN in Japan nutzen

In ländlichen Gegenden Japans kommst Du mit öffentlichen Hotspots und WLAN Netzwerken nicht sonderlich weit. Wenn Du aber nur in den Großstädten wie Tokyo, Kyoto und Osaka unterwegs bist, kannst Du dich meist auch damit durschlagen.

Man unterscheidet zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Netzwerken. Für letztere musst Du dich meistens anmelden und eine App herunterladen musst.

Kostenloses WLAN in Japan

Zwar ist Verfügbarkeit von kostenfreien Netzwerken für Dein Smartphones, Laptops und Tablets begrenzt, ich kenne aber mehrere Personen die damit erfolgreich Ihre Japanreise gemeistert haben. Wo findest Du kostenloses WLAN? Hauptsächlich in den großen Department Stores, Metro und Bahnstationen, Konbinis und Cafés, wobei es natürlich nicht zwangsläufig in jedem der genannten ein gratis Netzwerk gibt. Außerdem hast Du in der Regel in deinem Hotel oder Hostel frei zugängliches WLAN.

Gratis Hotspot, WLAN in Tokyo, Japan

Ich persönlich gehe lieber auf Nummer Sicher und würde diese Variante nur Leuten mit einem Sinn für kleine Abenteuer empfehlen. Ihr habt damit zwar Internetzugang in Japan, das heißt aber nicht, dass Ihr damit effektiv surfen könnt. Denn die Geschwindigkeit und Stabilität der Verbindung lässt meistens zu wünschen übrig.

Es gibt eine sehr nützliche App namens JAPAN TRAVEL WIFI, die Dir beim finden des nächsten WLAN Netzwerks hilft. Auf der Karte, die auch offline funktioniert, kannst Du ablesen, wo überall sich die Hotspots befinden. Außerdem verbindet sich die Apps automatisch mit dem nächsten Gratis-Netzwerk. So geht das ganz gut, mit mobilem Internet in Japan bist Du aber definitiv flexibler.

Vorteile:

  • Keine Kosten
  • Keine Vorbereitung

Nachteile:

  • Nur in großen Städten sinnvoll
  • Nicht überall verfügbar
  • Möglicherweise sehr langsam oder kaum nutzbar

Kostenpflichtiges WLAN in Japan

Wer schon einmal in Japan war, dem sind vielleicht ab und zu die kostenpflichtigen und geschlossenen Netzwerke ins Auge gefallen, die ab und zu auf dem Smartphone aufploppen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den kostenlosen WLAN-Netzwerken – an diesen Orten hast du auch als Tourist Zugang zum Internet. Die flächenmäßige Abdeckung und auch die Geschwindigkeit dieser Netzte ist aber deutlich besser als bei der gratis Variante. Meistens ist zur Nutzung eine App nötig, mithilfe derer man sich mit den geschlossenen Netzwerken verbinden kann.

Aufgrund der Anzahl der Anbieter empfiehlt sich meiner Meinung nach DOCOMO WI-FI for Visitors. Docomo ist der größte Mobilfunkanbieter in Japan, dementsprechend groß ist auch das Netz. Wer sich einen Account bei diesem Unternehmen erstellt und einen Serviceplan auswählt, kann sein Smartphone mit allen verfügbaren Hotspots von Docomo verbinden. Für eine Woche zahlt man dabei etwa 900 Yen (7,22 €). Update 2020: Docomo stellt das WIFI for Visitors ein, stattdessen gibt es jetzt eine Mitgliedschaft als d-Point Member, die ähnlich funktionieren soll. Details werden noch bekanntgegeben. Dann solltet Ihr vorerst zur Sicherheit auf WI2 zurückgreifen.

Übersicht über kostenpflichtige WLAN Anbieter für Touristen in Japan

AnbieterNetzKosten
DOCOMO WIFIÜber 150 000 Hotspots in ganz Japan1 Tag = ca. 400 Yen 1 Woche = ca. 900 Yen
WI2200 000 Hotspots in Japan1 Tag = ca. 800 Yen 1 Woche = 2000 Yen
Softbank WIFIBreites Netz, aber nur in größeren Städten1 Tag = ca. 470 Yen

Vorteile:

  • Schnellere, stabilere Verbindung als Gratis WLAN

Nachteile:

  • Trotz mehrerer Hotspots an bestimmte Orte oder Gegenden gebunden
  • App installieren und Registrierung nötig

Wenn Du schon Geld in die Hand nimmst, würde ich Dir aber stattdessen raten, ein wenig mehr zu investieren und dafür wirklich mobiles Internet in Japan zu nutzen. Das geht mit der japanischen SIM Karte oder dem Pocket WIFI.

Japanische SIM Karte nutzen

Die weitaus flexiblere Möglichkeit für mobiles Internet in Japan ist die Japanische SIM Karte. Ich habe bereits mehrfach verschiedene dieser “Travel SIMs” genutzt und nur gute Erfahrungen gemacht. Diese SIM Karte legst Du statt Deiner deutschen Sim Karte in Dein Smartphone oder Tablet ein. Nun nimmst Du noch einige Einstellungen vor und schon bist Du völlig frei mit schnellem und stabilem Internet ausgerüstet. Anrufe zu tätigen oder SMS zu schreiben ist damit nicht möglich. Die SIM-Karte ist für einen bestimmtem Zeitraum freigeschaltet und hat je nach Anbieter ein begrenztes Datenvolumen.

SIM Karte, Smartphone, Internet in Japan

Der Vorteil ist, dass Du dich bereits vor Deiner Reise darum kümmern kannst. Es gibt Internetanbieter, bei denen Du die SIM-Karte bestellen kannst und entweder nach Japan an einen Flughafen oder an Dein erstes Hotel zu Abholung liefern kannst. Achte darauf dass der Servicezeitraum dann ab deinem ersten Tag in Japan gilt.

Noch besser und meine persönliche Empfehlung: Lasse Deine SIM-Karte zu Dir nach Hause in Deutschland liefern! So hast Du alles griffbereit und brauchst Sie nur noch einzulegen und einzustellen. Der Servicezeitraum gilt dann ab dem Zeitpunkt der Aktivierung. Meine Lieblingsseite ist für diesen Service ist www.der-japan-rail-pass.de.

Wenn Du es im Vorfeld nicht schaffst die SIM Karte zu organisieren, kannst Du selbst am Flughafen noch spontan eine erwerben und so mobiles Internet in Japan nutzen. Nach dem Einlegen der Karte musst Du in deinem Smartphone noch ein paar Einstellungen vornehmen und die Karte damit aktivieren. Das klingt aber meistens schwieriger als es ist und Du erhältst vom Anbieter eine Anleitung (manchmal nur auf Englisch).

Beachte: Natürlich muss deine Smartphone für die Nutzung einer anderen SIM-Karte freigeschaltet sein (also kein SIM-Lock).

Japanische SIM Karte, deutsches Handy – Funktioniert das überhaupt mit meinem Smartphone? Laut diversen Anbietern funktioniert nicht jede SIM-Karte für jedes Smartphone. Ich hatte aber bereits 3 verschiedene Handys unterschiedlicher Marken in Japan dabei und alles ging problemlos, aber überprüfe unbedingt auf der Informationsseite des SIM Anbieter, ob es bestimmte Smartphone Modelle gibt, die mit der Sim Karte nicht funktionieren.

Übersicht über SIM Karten Anbieter für Touristen in Japan

AnbieterSIM TypZeitraum/PreisDatenlimitNutzungAktivierung
JapanRailPass.deMicro + Nano8 Tage = 19 €; 16 Tage = 27€; 31 Tage = 34 €unbegrenztNur Daten, keine Anrufe oder SMSNotwendig
bmobileSIMMicro + NanoZwei Tarife: 10 Tage = 16 € 21 Tage = 24 €Tarif 1: 5GB, Tarif 2: 7GBNur Daten, keine Anrufe oder SMSNotwendig
Sakura SIMMicro + NanoViele Tarife, zum Beispiel 15 Tage für 50 €unbegrenztNur Daten, keine Anrufe oder SMSNotwendig
Softbank RentalMicro + Nano1 Tag = max. 7€UnbegrenztDaten, eingehende Anrufe gratis, Anrufe tätigen 110 Yen pro MinuteNotwendig

Vorteile:

  • Völlige Freiheit und Flexibilität
  • Schnelles, stabiles Internet von Tag 1 an
  • Kann vor Reise organisiert werden

Nachteile:

  • Eine der teureren Optionen für mobiles Internet in Japan
  • (Meistens) Einrichtung am Smartphone nötig

Pocket WIFI in Japan mieten

Was ist überhaupt ein Pocket WIFI und wie funktioniert es? Nun, wenn Du deinen ganz persönlichen, portablen Hotspot willst, dann ist ein sogenanntes Pocket WIFI wie für Dich gemacht. Das ist ein kleines Gerät, dass Du einfach mitnehmen kannst und dass es Dir ermöglicht, mit Smartphone & Co. eine Internetverbindung aufzubauen. Mobiles Internet in Japan gibt es dadurch nicht nur für Dich, sondern auch für deine Freunde und Mitreisende. Ein Pocket-Wifi lohnt sich daher vor allem in der Gruppe, da man sich auch die Kosten teilen kann. Das Gerät hat einen Akku und muss ab und zu aufgeladen werden, damit es funktioniert.

Pocket WIFI und Smartphone, mobiler Internetzugang

Genau wie bei der japanischen SIM Karte kannst Du das Pocket WIFI vorab bestellen oder aber direkt zu Deinem ersten Hotel schicken lassen. Am Flughafen in Japan findest Du zusätzlich diverse Anbieter. Einige Unternehmen setzten eine vorherige Anmeldung voraus, bevor Du das Pocket Wifi abholen kannst. Außerdem kann es zu Extrakosten zur Versicherung des Geräts oder für den Versand zum Hotel oder zum Flughafen kommen.

Am Ende Deines Japanurlaubs kannst Du das Gerät per Post zurückschicken oder an einer der dafür vorgesehen Orte des Anbieters wieder abgeben.

Übersicht über POCKET WIFI Anbieter für Touristen in Japan

AnbieterPreisGeschwindigkeitDatenlimit
JapanRailPass.de7 Tage = 49 €, 14 Tage = 69 €150 Mbps DownloadUnbegrenzt
G-CallCa. 1000 Yen/Tag7.2Mbps DownloadUnbegrenzt
PUPURUCa. 400 Yen/Tag oder 800 Yen/Tag75 Mbps Download10GB oder Unbegrenzt
SoftBank Global Rental Ca. 1290 Yen/Tag 110Mbps Download

Unbegrenzt
Ninja WiFi Can. 900 Yen/Tag75Mbps Download Unbegrenzt

Vorteile:

  • Du hast Deinen eigenen mobilen Hotspot
  • Schnelles Internet für Dich und Deine Freunde
  • Einfach zu organisieren und wieder abzugeben

Nachteile:

  • Akku muss aufgeladen werden
  • Funktioniert in sehr ländlichen Gegenden nicht immer perfekt
  • Das Datenvolumen könnte zu gering sein, wenn Du mit zu vielen Mitreisenden auf das Pocket Wifi zugreifst
  • Ein weiteres Gerät, dass Du immer mit Dir schleppen musst

Weitere Möglichkeiten für den Internetzugang in Japan

  • Internetcafés in Japan nutzen: Auch in Japan gibt es noch diverse Internet Cafés, sogar deutlich mehr als in Deutschland zu finden sind. Vielleicht kennst Du aus einigen Dokumentationen oder Animes auch Manga Cafés, die ebenfalls eigene Computer zur Nutzung haben. Für eine bestimmten Betrag kannst Du in Internet und Manga Cafés einen Computer, Internet und meist sogar Drucker verwenden. Die meisten sollten englische Anleitungen haben, um dir die Verwendung zu erleichtern.
Internet Cafe in Japan
  • Eigener Mobilvertrag in Japan verwenden: Du kannst Dich im Vorfeld auch bei deinem Anbieter in Deutschland erkundigen, ob Du mit deinem Vertrag in Japan Internet empfangen kannst (Vorsicht: Nur bei einigen Anbietern möglich). Falls ja ist das natürlich die bequemste Version, dagegen sprechen aber meist die horrenden (oder versteckten) Kosten.
  • Japanisches Handy (inklusive Sim Karte) kaufen oder mieten: Manchmal kommt auch die Frage auf, ob es bei sehr langen Reise lohnt ein Japanisches Handy inklusive Mobilem Datenplan zu kaufen. Es ist zwar möglich, ich würde aber trotzdem davon absehen – außer du willst wirklich lange Zeit in Japan leben. Manche Smartphones aus Japan funktionieren außerhalb des Landes nur mangelhaft, außerdem sind die Touristen SIM Karten mittlerweile sehr gut. Es gibt aber auch hier ähnlich wie beim Pocket WIFIs die Möglichkeit, ein ganzes Smartphone + Datenplan für einen bestimmten Zeitraum zu mieten. Zum Beispiel bei den Anbietern Sakura Mobile oder JP Smart SIM.

Ich persönlich finde die SIM-Karte die optimale Lösung für mobiles Internet in Japan. Für 2 Wochen sind es zwar knapp 30€, aber diese Investition lohnt sich. Hast Du weitere Fragen zum Thema Japan Urlaub und Internet? Ich empfehle Dir außerdem meinen Artikel zu den Japanischen Steckdosen, damit deinen elektronischen Geräten nicht unterwegs der Saft ausgeht.

WAS DENKST WEIßT GLAUBST DU?

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.